Spannende Insekten im Wald

Ein paar schöne und interessante Insekten haben sich zuletzt im Wald gezeigt.

Die ersten beiden Fotos zeigen eine Langhornmotte (Adelidae), genau genommen eine Art des De Geers Langfühler Artkomplexes (Nemophora degeerella/scopolii/deceptoriella). Das männliche Individuum ist an den besonders langen Fühlern zu erkennen.

Es geht weiter mit dem schönen Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela campestris), der an einer lichten Stelle auch im Wald unterwegs war.

Ein besonderer Fund war der folgende weibliche Gebänderte Pinselkäfer (Trichius fasciatus).

Während die üblichen Wollschweber nun so langsam durch sind, sind nun Sommerarten unterwegs und dieser hier, Hemipenthes maura, ist für das Gebiet schon ein außergewöhnlicher Fund und kommt auch nicht so häufig vor.

Häufiger anzutreffen ist der Zickzacklinien-Trauerschweber (Hemipenthes morio), der sich mit der gezackten Flügelzeichnung vom Trauerschweber (Anthrax anthrax) unterscheidet.

Ein immer wieder faszinierender Anblick ist das “Holzhäuschen” bzw. der Sack der Raupe vom Kleinen Rauchsackträger (Psyche casta).

Ein Weibchen des Kleinen Schmalbocks (Stenurella melanura) zeigt das folgende Foto; Männchen haben einen weniger stark gezeichnete Flügeldecken.

Mit der Liguster-Langhornmotte (Adela croesella) hat sich eine weitere Langhornmotte gezeigt.

Fraßspuren an den Blättern einer Stiel-Eiche haben mich einen genauen Blick dorthin werfen lassen und so hat sich die Raupe des Schwammspinners (Lymantria dispar) gezeigt.

Einen echt coolen Anblick, nämlich einen fast ganz schwarzer Schmetterling, mit weißen Rand-Zeichnungen, bot der Schwarzspanner (Odezia atrata).

Mächtig Eindruck ob seiner Größe, macht der auf einer Knoblauchsrauke sitzende Variable Schönbock (Phymatodes testaceus).

Waldpflanzen Ende Mai und Anfang Juni

Bei zwei Ausflügen in den Stadtwald Ende Mai und Anfang Juni sind mir bei der Art-Erfassung auch einige Pflanzen vors Makro-Objektiv gekommen.

Es geht gleich mit einer schönen Besonderheit los, der Orchidee Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens). Das erste Bild zeigt die noch geschlossenen Blüten Ende Mai, beim nächsten Besuch Anfang Juni war dann die volle Blütenpracht zu bewundern.

Im Thüringer Wäldern findet man viele Heidelbeer-Sträucher (Vaccinium myrtillus) so wie auch hier. Was weniger gewöhnlich ist, ist die Tatsache, dass bereits in der ersten Junidekade reife Beeren vorzufinden sind. Klimawandel lässt grüßen.

Mal nicht den Hopfen-Schneckenklee oder den Feld-Klee zeigt das nächste Foto; es ist nämlich der Kleine Klee (Trifolium dubium). Die Blütentraube zeigt weniger Blüten als beim Feld-Klee und die Blütenform schaut anders aus als beim Hopfen-Schneckenklee oder Sichelklee, wo sie an winzige Versionen vom Gew. Hornklee erinnern. Wichtig ist auch, dass die Blätter beim Kleinen Klee zu dritt zusammen stehen und keine Spitze aufweisen.

Eine schöne heimische Ehrenpreis-Art ist der Wald- oder auch Echte Ehrenpreis (Veronica officinalis). Dort, wo die Böden mit Nährstoffen zu sehr übersättigt sind (Eutrophierung) wächst er nicht, da er nicht so konkurrenzstark ist wie typische Stickstoffzeiger; also Arten wie Löwenzahn.

Schön anzusehen ist auch der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense), der entgegen dem Namen auch in lichten Wäldern wächst. Es gibt auch einen recht ähnlichen Wald-Wachtelweizen, bei diesem sind die Blüten allerdings wesentlich kürzer.