2024 war es mit vielen Schmetterlingsarten recht mau und auch die winterliche Suche nach Eiern vom Blauen Eichenzipfelfalter (Favonius quercus) lief 24/25 eher frustrierend. Das Foto stammt vom Oktober 2023 und zeigt das Ei an der Knospe einer Stiel-Eiche in einem Teichgebiet.
In normalen Jahren findet man sehr viele von ihnen und die Eier lassen sich leichter auffinden – und somit die Art nachweisen – als die Suche nach Imaginalstadien, da der Falter ausschließlich in den Baumwipfeln herumfliegt. Das hat zwei Gründe: Dieses Tree-Topping (ähnlich wie Hill-Topping beim Schwalbenschwanz) ist eine Art unausgesprochener Treffpunkt zur Balz und erleichtert diese damit. Zum anderen interessiert sich die Art nicht sonderlich für Nektar, dafür für den Honigtau von Blattläusen! Dadurch sieht man die erwachsenen Falter nur selten in fotogener oder beobachtbarer Position.