Mit zunehmender Tendenz gibt es bei uns auch überwinternde Ringeltauben, aber ein großer Teil zieht im Winterhalbjahr mit dem Höhepunkt September/Oktober in mediterrane Bereiche oder nach Westeuropa. Gerade mit den Wegzüglern aus Nord- und Osteuropa sind im Herbst mitunter große Schwärme auszumachen, unter die sich auch bspw. Hohltauben oder Turteltauben mischen können!
Knifflig wird es, da auch diesjährige Jungvögel in den Schwärmen zu finden sind und diese oft ähnlich wie bei Staren, gerade ab Spätsommer, sich in eigenen Schwärmen zusammenfinden. Knifflig deshalb, weil den Jungvögeln der namensgebende weiße Ringel am Hals fehlt. Außerdem zeigen juvenile Ringeltaube eine dunklere Iris sowie einen gräulichen Schnabel. Glücklicherweise sind immerhin die weißen Flügelstreifen auch bei den juvenilen Individuen zu sehen und unterscheiden sich anhand dieses Merkmals klar von Hohltauben.