Es blüht im März

Im zeitigen Frühjahr zeigen sich für den aufmerksamen Beobachter neben den ins Auge fallenden Blüten, auch oftmals kleinere und filigrane Schönheiten bis hin zu – richtig gelesen – Libellen

1) An den Blättern sieht man gleich, dass es ein Fingerkraut ist und zu der Zeit bleibt auch nicht viel Auswahl bei der Bestimmung. Folgerichtig sehen wir das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana).

2) Wenn man im Frühling den Blick auf mageren, steinigen Standorten wie bspw. Wegränder mal nach unten richtet, kann man diese winzigen Schönheiten entdecken: Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna). Sie wachsen i.d.R. nicht höher als 15cm, meist bleiben sie deutlich unter 10cm.

3) Dass Gräser nicht unbedingt langweilig oder schwierig zu bestimmen sein müssen, zeigt uns das wirklich schöne Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea), was hier auf besonnten mageren Muschelkalk-Hängen gewachsen ist.

4) Ein toller nicht so häufiger Anblick ist der, des Echten Seidelbastes (Daphne mezereum). Man findet ihn in Buchenwäldern, er hat es gerne felsig und kalkhaltig.

5) Nun, hier ist die versprochene Libelle, es handelt sich um die Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca). Von all unseren Libellen erreicht sie als Imago (erwachsenes Insekt) die längste Lebensdauer: Bis zu 11 Monate! Den Winter verbringt sie ruhend, versteckt und ideal getarnt in Wäldern und am Waldrand haben wir sie dann auch gefunden.