Robinkinder Mitte Juli

Mitte Juli konnte ich verschiedene Jungvögel von Rotkehlchen fotografieren und so kann man auf den Fotos verschiedene Altersstadien des Gefieders sehen. Das frische Jugendkleid erinnert mit dem Dunkelbraun und der hellen Bauchfleckung eher an eine zu klein und schmal geratene Amsel. Im weiteren Verlauf zeigt sich bei der folgenden Mauser schon deutlicher wie einmal der erwachsene Vogel aussehen wird: am Bauch kommt hellgraues Kleingefieder zum Vorschein und Brust, Kinn sowie Nackenband wird langsam arttypisch orange.

Mit 4,1-5,25 Mio. Brutpaaren bei steigendem Trend ist das „Robin“ eines unserer häufigsten Brutvögel in Deutschland und belegt in der Liste der häufigsten Vögel daher Platz 6. Damit ist die Art auch ein Beispiel eines anpassungsfähigen Generalisten mit hoher ökologischer Amplitude: als ursprünglicher Waldbewohner, findet man Rotkehlchen überall in Gärten, Parks, Friedhöfen, Städten und Feldsäumen. Auch in der Nahrung ist das Rotkehlchen flexibel: Während im Sommerhalbjahr hauptsächlich Insekten und Würmer gefressen werden, begnügt sich die Art im Winterhalbjahr mit veganer, weicher Kost wie Beeren, Samen, Obst, Haferflocken usw.