Der Große Feuerfalter

Ein ebenso schöner wie auch rarer Vertreter der Feuerfalter hat sich Ende Mai in einem urigen, abgelegenen Moorwald in Ungarn gezeigt: ein Männchen vom Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) beim Nektarbesuch auf Wilder Sumpfkresse.

Wie auch einige andere Feuerfalter, ist die Art ein Bewohner feuchter Lebensräume wie Feuchtwiesen, Moore und weit Flussauen. Auf Grund der Zerstörung eben dieser Lebensräume ist es nicht verwunderlich, dass der Falter entsprechend selten ist und bspw. in Deutschland auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt wird. Auch europaweit ist der Große Feuerfalter streng geschützt, u.a. als FFH-Art nach Anhang II und IV.

Als Raupenfutterpflanze dienen nicht saure Ampfer-Arten wie Teich-Ampfer, Krauser Ampfer oder Wasser-Ampfer. Damit zeigt sich abermals, dass es oft typische „Unkräuter“ oder manchmal (ehemalige) Allerwelts-Arten sind, die Schmetterlinge zwingend zur Fortpflanzung benötigen; ebenso wie die Erhaltung solcher Lebensraum-Typen wie Feuchtwiesen, die nach wie vor entwässert oder wirtschaftlich intensiv ausgebeutet werden.