Ringeltauben sind als anpassungsfähige Kulturfolge heutzutage allgegenwärtig, beinahe schon „langweilig“. Dabei gibt es bei unseren Taubenarten einige interessante Eigenarten, die sie von anderen Ordnungen wie den Sperlingsvögeln, deutlich unterscheiden.
Zwar besitzen auch Tauben eine Bürzeldrüse, die aber nur wenig Sekret produziert. Die Einfettung und Imprägnierung des Gefieders erfolgt stattdessen primär über Puderdunen: stetig nachwachsende, spezielle Dunenfedern, deren oberer Teil zu einem fettigen Staub zerfällt und sich im Gefieder verteilt.
Auch bemerkenswert ist die Fähigkeit aktiv zu Trinken bzw. zu Schlucken, während andere Vögel Schöpfen und die Schwerkraft zum Trinken nutzen müssen.
Eine weitere Besonderheit stellt die Kropfmilch dar: ein protein- und fettreiches Sekret, was beide Elterntiere im Kropf zur Brutzeit aus aufgenommener Nahrung produzieren und damit ihre Jungen füttern.
Man sieht: Auch wenn man beinahe täglich an bestimmten Lebewesen, die quasi schon zum Inventar einer Gegend gehören, vorbeigeht, ist es interessant und für den eigenen Horizon gewinnbringend, sich damit zu beschäftigen.