Ich bin jung und brauch‘ die Nuss

Im Juli war dieser juvenile Buntspecht dabei zu beobachten, wie er sich an der Sammelfrucht der Haselnuss zu schaffen machte. Gut, wenn man so ein breites Nahrungsspektrum verdauen kann: Ob Meisenknödel im Winter, Haselnüsse, Obst wie Kirschen und natürlich die obligatorsichen Insekten – diese große ökologische Amplitude ist mit verantwortlich für den Erfolg und positiven Bestandstrend der Art.

Das typische Gelege des Buntspechts umfasst 4-7 Eier, die in einer selbst gezimmerten Laubholz-Höhle gelegt werden. Monotone Nadelforste mit Fichte, Kiefer oder Douglasie sind also selbst für diesen ökologischen Generalisten wertlos. Die Höhlen werden dabei meist jährlich neu angelegt, aber mitunter auch wieder benutzt.

Für einen Vogel dieser Größe hat der Buntspecht eine wirklich extrem kurze Brutzeit: Mitunter wird nur 10 Tage gebrütet, nach weiteren 3 Wochen sind die Nestlinge dann flügge und werden anschließend noch 2-3 Wochen von den Eltern geführt. Der junge Specht auf dem Foto hat dies bereits alles hinter sich und musste sich nun selbst behaupten.