Der Sommer ist die Zeit der zerrupft aussehenden Vögel (Mauser) und nimmersatter herumhüpfender Jungvögel. Aus dem Mitte-Ende Juli sind die Fotos von diesem jungen Buchfinken entstanden; ich denke, dass es ein Männchen ist, da der grüngelbe Bürzel besonders farbkräftig leuchtet und bei den Weibchen eher gedeckte Farben aufweist.
Meist besteht das Gelege der spatzengroßen Buchfinken aus 4-5Eiern, wobei die Spannbreit zwischen 3-6 Eiern schwanken kann. Damit es überhaupt zur Eiablage und dem Nestbau durch das Weibchen kommt, geben sich die Herren der Schöpfung alle Mühe um die Gunst einer BuFi-Dame zu gewinnen. Zur Balzzeit ist quasi allerorts der bekannte Gesang mit dem Finkenschlag zu hören. Es lohnt sich, genau hinzuhören: Einige Buchfinken bauen am Ende der Strophe gerne eine kleine Imitation mit ein, meistens der Revierruf vom Buntspecht (Tschüpp!) und es klingt wirklich verdammt gut nachgemacht!
Vom Gesang gibt es noch die „Light-Version“, den Balzruf, der auch nur zur Balzzeit im Frühjahr geäußert wird und oft als „Regenruf“ betitelt wird. Zum Ursprung der Bezeichnung gibt es zwei Erzählungen: Entweder, weil der Buchfink so ausdauernd ruft, dass selbst Regen und trübes Wetter ihn nicht davon abhält und die andere Erzählung liegt im Klang dieses Balzrufes: „trrrrrüb“ und ist damit selbsterklärend
Ein anderer Ruf, den man das ganze Jahr über sehr oft hören kann, ist der Flug- und Standortruf; ein weiches „djüb“.