Frühblüher

Als die letzte Kälteperiode den Staffelstab weiter an die ersten richtig warmen und sonnigen Tage gereicht hat, sind die Frühblüher gleich voll durchgestartet. Wobei ich die ersten aufblühenden weiblichen Hasel-Blüten schon Anfang Februar gesehen habe. Aber nun sind allerorten Schneeglöckchen, Märzenbecher und co zu sehen – während die Winterlinge teils schon wider abblühen.

Von einer heutigen Tour habe ich den Acker-Gelbstern (Gagea villosa) mitgebracht; ein heimischer Frühblüher nährstoffreicher Standorte. Bei den Gelbsternen muss man für eine korrekte Bestimmung auch genau hingucken: Der Wiesen-Gelbstern blüht meist etwas später und ist im Gegensatz zum Acker-Gelbstern nicht fein bewimpert/behaart. Die Hochblätter sind beim Acker-Gelbstern gegenständig, beim Wiesen-Gelbstern wechselständig; außerdem weist das Grundblatt vom Wiesen-Gelbstern eine tiefe Rille auf.

Eine weitere Art ist der Wald-Gelbstern, den man eher außerhalb von Siedlungen findet. Dieser ist wie der Wiesen-Gelbstern ebenfalls nicht behaart und die Blätterspitzen haben von diesen drei Arten die deutlichste „Kapuze“. Wiesen- und Wald-Gelbstern haben jeweils nur ein Grundblatt, der hier gezeigte Acker-Gelbstern weist dagegen 2 Grundblätter auf.