Jetzt Ende März gab es bei mir in der Gegend einige schöne, interessante und teils auch seltene Frühblüher zu entdecken.
- Die Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) fällt mit ihren dichten lila-rosa Traubenblüten auf. Man findet sie da, wo es schön nass ist: an Ufern von Fließgewässern, Feuchtwiesen, Auenlandschaften und sickerfeuchten Böden. Nach der Blüte erscheinen dann die sehr markanten sowie auffälligen riesigen Blättern, die man bei Ausmaßen von 60x100cm glatt mal als Regenschirm-Ersatz benutzen könnte Wie viele Arten mit traubig übereinander stehenden Blüten, blühen diese nacheinander von oben nach unten auf, um sich nicht selbst zu bestäuben – das kann man gut an den beiden verschiedenen Individuen sehen, die einen Unterschiedlichen Blütenstand zeigen. Das zweite Bild der jüngeren Pestwurz wurde von meiner Partnerin fotografiert.
- Hier sieht man, noch von der vorherigen Saison, eine Gewöhnliche Golddistel (Carlina vulgaris), auch Kleine Eberwurz genannt. Die eher kleine, wenig auffällige Pflanze wächst auf Mager- und Halbtrockenrasen und hat es gern kalkig. Das 2. Bild der Golddistel zeigt, warum es so wichtig ist, den Winter über verblühte und vertrocknete Stauden stehen zu lassen: Hier überwintern bspw. Siebenpunkt-Marienkäfer.
- Ein echtes Highlight im März und April ist die hier wachsende Kuhschelle bzw. Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), die in der Roten Liste Deutschlands als gefährdet (3) eingestuft ist. Die Art mag es wie alle seltenen Pflanzen mager und wächst eher auf trockenen, warmen sowie kalkhaltigen Böden.
- Ein schöner Fund auf einem Kalk-Halbtrockenrasen am Waldrand war dieses besondere Veilchen, was durch folgende Merkmale aufgefallen ist: farbschwache Blütenblätter, einreihige behaarte Stängel, große trichterförmige Blätter sowie ein sehr langer, spitzer und heller Sporn hinter der Blüte. Es handelt sich um das seltene und sehr lückig verbreitete Wunder-Veilchen (Viola mirabilis).