Was gerade so krabbelt, kreucht und fleucht

Ganz frische Fotos von gestern aus einem lichten, wärmeexponierten Eichenwald mit Kiefernanteilen.

  1. Der Moorwald-Adlerfarnspanner (Petrophora chlorosata) ist nicht unbedingt eine der Arten, die ich im Gebiet erwarten würde. Der namensgebende Adlerfarn stellt die wichtigste Raupenfutterpflanze dar, allerdings zeigen Zuchten mit Raupen als auch Vorkommen und adlerfarnfreien Gebieten, dass die Raupen mitunter auch an anderen Farnen fressen.
  2. An den Blättern einer Zitter-Pappel hat genüsslich eine Schmetterlingsraupe geknuspert. Mit der länglichen Gestalt und den fehlenden (falschen) Bauchbeinen, erkennt man gleich eine Spannerraupe (Geometridae). Es handelt sich um den Orangegelben Breitflügelspanner (Agriopis aurantiaria), der ab Herbst fliegt. Die Raupen fressen nicht nur an der bei Schmetterlingen äußerst beliebten Zitter-Pappel, sondern auch an vielen anderen Laubbäumen.
  3. Ein verbreiteter und relativ häufiger Käfer in unseren Wäldern und für seine Familie, die der Bockkäfer, noch recht gut zu bestimmende Art, ist der Waldbock (Spondylis buprestoides). Seine Beißerchen wirken beeindruckend, aber auf meiner Hand war er sehr friedlich Die kräftigen Kiefern dienen zur Verteidigung, aber primär, um sich durch Totholz von Kiefernstümpfen zu nagen – dort werden die Eier abgelegt und von dort müssen die erwachsenen Käfer (Imagines) sich sozusagen auch wieder herausbeißen. Während die Imagines nur wenige Wochen leben und in dieser Zeit keinerlei Nahrung zu sich nehmen, dauert das Larvalstadium 2-3 Jahre.
  4. Ich finde die Wollschweber (Bombylidae) einfach herrlich anzusehen und zu beobachten und zu dieser Familie gehört auch dieser Wolli: der Zickzacklinien-Trauerschweber (Hemipenthes morio). Wichtig ist bei der Bestimmung der genaue Blick, vor allem auf die Flügel: Denn es gibt auch dunkle Wollis, denen bspw. die Zacken im Flügelmuster fehlen.
  5. Sehr entspannt und gut zu bestimmen, war dieser Fallkäfer: Der Zweipunktige Fallkäfer (Cryptocephalus bipunctatus). Die Käferfamilie hat daher ihren lustigen Namen, da sich ihre Vertreter bei Störungen einfach zu Boden fallen lassen. Das kann man aber mitunter auch bei anderen Käferfamilien wie bspw. den Weichkäfern oder auch einigen Schmetterlingen wie bspw. einigen Eulenfaltern, beobachten.