Man sieht ihn schon von weitem auf seiner Ansitzwarte groß im Sonnenlicht leuchten, manchmal hört man ihn laut und rau schimpfen (vor allem, wenn der Sperber in der Nähe ist) und seit den Borkenkäferkalamitäten, die den artenarmen Fichtenplantagen den Garaus gemacht haben, kann man ihm quasi kaum aus dem Weg gehen: dem Neuntöter.
Bei den Fotos von Ende Mai kann man beide Geschlechter sehen, wesentlich öfter sieht man natürlich das auffällige Männchen auf seiner Ansitzwarte – klar, das Weibchen ist in entweder am Brüten oder wartet darauf, sich vom Neuntötermännchen mit Beutestücken beeindrucken zu lassen. In der ganz frühen bzw. späten Brutphase sieht man natürlich auch öfter mal die Dame und wenn sie im Gebiet anwesend sind, sind sie auch ausnahmslos leicht zu entdecken. Kein Wunder bei Körperlänge von 16-18cm, Flügelspannweite von 24-27cm und einem Gewicht zwischen 22,5-41g. Damit ist diese Art deutlich größer und mächtiger als bspw. unsere Meisen und sind sowohl auf den Ansitzwarten als auch bei den arttypischen Flügen zur Beute bzw. zurück zur Warte, gut zu beobachten.