Eine kleine Fotoauswahl aus den letzten Falterkartierungen gibt’s im heutigen Beitrag zu sehen. Fangen wir gleich ohne lange Einleitung mit der größten Besonderheit an.
1. Mit den besonders dicken schwarzen Dots, der durchgängigen orangen Postdiskalbinde der Hinterflügelunterseiten sowie den mystisch anmutenden dunkel bläulich-schwarzen Innenseiten der Flügel, ist der Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion) unter den Bläulingen schnell und leicht bestimmt. Nicht so leicht ist es dagegen auf diese Art zu treffen, da sie sehr spezifische Lebensraumansprüche stellt. Südexponierte Schutthalten und Felshänge mit Bewuchs von Fetthennen der Gattung Sedum spec. und Hylotelephium spec. klingt erst einmal nicht so speziell. Dazu hat der Fetthennen-Bläuling aber auch gerne eine hohe Luftfeuchte (durchschnittl. >77%) im Habitat. Natürlich sollten die Eier und Raupen auch nicht weggemäht oder zertrampelt oder sein Habitat aufgeforstet oder überwuchert werden – Das alles zusammen macht die Art extrem rar. In Deutschland steht die Art als gefährdet (2) auf der Roten Liste, in Thüringen sogar als vom Aussterben bedroht (1).
2. Deutlich häufiger als die vorherige Art ist das weniger anspruchsvolle Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum). Die Art gehört zu den Schwärmern (Sphingidae) und wird daher als Nachtfalter bezeichnet, auch wenn sie tagaktiv ist. Die Individuen, die man im ersten Teil des Sommerhalbjahres sieht, sind Wanderfalter aus Nordafrika oder Südeuropa. Hier reproduzierte Arten, sieht man dann im Hochsommer. Aufgrund des Klimawandels gibt es aber immer mehr Hinweise, dass die Art auch hier überwintert
3. Eine Art, die gar nicht so selten, aber oft schwer zu beobachten ist und deren Bestände starken Schwankungen unterliegen, ist der Trauermantel (Nymphalis antiopa) – hier wie so oft wieder nur die Unterseite erwischt