Besondere Libellen beim Tagebau

Beim Kartieren am Rande eines Tagebaus mit Ruderalflächen, Gewässern und Schlickflächen konnten wir an einem Nachmittag 12 Libellenarten finden. Zwei besondere Arten, die beide mit ihrer strahlenden Augenfarbe auffallen, stelle ich hier mit Fotos vor.

1. Das Kleine Granatauge (Erythromma viridulum) hat seinen Namen nicht von ungefähr, wobei es nur die Männchen sind, die mit den roten Augen auffallen. Große Verwechslungsgefahr besteht mit dem Großen Granatauge (Erythromma najas): Hier sollte man bei Männchen auf das 8. Hinterleibssegment schauen und beim Weibchen auf den Antehumeralstreifen. Beide Arten weisen auch ähnliche Lebensraumvorlieben auf: Langsam fließende oder Stillgewässer mit Tauchblatt- bzw. Schwimmblattvegetation.

2. Das Saphirauge (Erythromma lindenii) trägt wie auch die Granataugen einen Trivialnamen, der auf die markante Augenfarbe hinweist – auch hier wieder nur beim Männchen. Die Art lief früher mal unter dem Namen Pokaljungfer und ist in Deutschland sehr lückig verbreitet. Als wärmeliebende Art, dürfte sie sich im Zuge des Klimawandels zukünftig weiter ausbreiten. Kiesgruben und Abbaugewässer sind typische Fundorte dieser Art; sie profitiert also von diesen durch Menschen geschaffenen Sekundärlebensräumen.

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