Ende Mai gab es an der Langen Lacke des Neusiedler Sees Unmengen von Beilfleck-Widderchen (Zygaena loti) zu sehen. Die Art fliegt auch hier in Thüringen, bevorzugt auf kalkreichen Trockenrasen und die Raupen entwickeln sich an Hufeisenklee, Bunter Kronwicke und Gewöhnlichem Hornklee. Der namensgebende beilförmige Fleck zeigt sich meist Richtung Vorderflügelrand, also am Apex und kann mal mehr oder weniger stark verwaschen oder deutlich sein. Vorsicht ist bei dem extrem variablen Sechsfleck-Widderchen geboten: besonders verwaschen gezeichnete Individuen erinnern dann mitunter an das Beilfleck-Widderchen. Wichtig bei der Bestimmung sind u.a. die sehr hellen Beine der Art.
Auf den Fotos sieht man zweierlei: Zum einen, die Nektaraufnahme auf der bei Faltern und besonders auch Widderchen beliebten Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) – Generell fliegen Falter besonders gern auf lila Blüten. Zum anderen sieht man hier Männchen und Weibchen bei der Paarung, wobei sich die Weibchen durch hellere Vorderflügel und zwei helle Halskrausen vom Männchen unterscheiden.