Ja, das Foto vom Mai zeigt den Vogel nicht schön frei und sogar zum Teil bedeckt, aber exakt so, wird man die Art draußen auch vorfinden: Die Gartengrasmücke. Ich habe sie bislang noch nie irgendwo frei sitzen sehen, selbst ihren Gesang trägt sie mitten aus Sträuchern heraus vor.
Zumindest in Zeiten von millimeterkurzen Rasen, wenig Gehölzen und Insektenmangel ist das „Garten“ der Gartengrasmücke etwas irreführend. Sie ist ein Bewohner halboffener Landschaften mit vielen Strukturelementen wie Sträuchern, Baumverjüngung und Heckensäumen. Das trifft je nachdem auf Parkanlagen, Feldränder, Waldränder, Auwälder, Friedhöfe oder wilde Naturgärten zu.
Dort macht sie mit ihrem Pinzettenschnabel wie auch andere Grasmücken Jagd auf Insekten, kleine Spinnen und Schnecken, ernährt sich im Herbst aber auch mal von Beeren und Früchten.