In der modernen zersiedelten Kulturlandschaft ist es heutzutage eine Besonderheit, eine Flussseeschwalbe beobachten zu können. Eine Art, die ursprünglich an vielen Flüssen und Auenlandschaften siedelte. Diese Aufnahmen entstanden auf einer Vernässungsfläche im weiteren Umfeld der Lauenburgischen Seen und zeigen wie wichtig Wasser in der Landschaft ist, welches vielerorts mit Drainagen und Entwässerungsgräben absichtlich aus der Landschaft geführt wird, bis die nächste Dürre zur wiederkehrenden Überraschung wird.
Für die weit ziehende Flussseeschwalbe geht der Aufenthalt im deutschen Brutgebiet aktuell gerade zu Ende. Als Langstreckenzieher ziehen Altvögel oft schon ab Ende Juli los, die Jungen etwas später – Ähnlich wie bspw. beim Neuntöter.
Hauptzugzeit ist dann gegen Ende August/Anfang September, wobei einzelne Individuen auch noch im Laufe des Oktobers gesichtet werden können. Frühestens April, oft ab Mai, ist dann im kommenden Jahr mit den ersten Rückkehrern aus dem Winterquartier zu rechnen.