Florale Eindrücke vom Oberen Stinkersee am Neusiedler See

Bei der Gegend um den Neusiedler See sind es nicht nur die Wasser- oder Schilfflächen, die interessant sind. Um den See herum gibt es großflächige Feuchtwiesen, die im weiteren Umfeld in Halbtrocken-Magerrasen übergehen. Diese Grundlage führt zu ganz wunderbaren, natürlichen Pflanzengesellschaften mit entsprechender toller Artenvielfalt und Biomasse der Insekten. Heute zeige ich ein paar Pflanzenfotos, die in Nähe der Salzlacke “Oberer Stinkersee” entstanden sind.

Es geht los mit der Bunten Kronwicke (Securigera varia), die nicht nur toll aussieht und auch bei mi in Thüringen oft zu finden ist, sondern auch eine schöne Pflanze für Schmetterlinge ist.

Ganz unverkennbar ist die folgende Pflanze eine Königskerze, mit den großen reingelben Blüten und den filzigen Blättern, die am Stängel anliegen, ist das die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum).

Sehr viel in der Gegend wächst der Hain-Salbei, auch Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) genannt und ersetzt dort den uns bekannten Wiesen-Salbei, der in der Gegend eher selten anzutreffen war.

Bisher kannte ich sie nur aus Dokus und war froh, sie mal in Natura zu sehen: Die Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum). Sie mag es eher warm und bevorzugt Kalkrasen, Trockenrasen und offene Heidelandschaften.

Während bei uns vor allem das Große bzw. Echte Mädesüß wächst, haben wir dort das Kleien Mädesüß (Filipendula vulgaris) gefunden.

Eine andere schöne Pflanze, die mit ihren rosaroten Blüten oft zu sehen war, ist die Knollen-Platterbse (Lathyrus tuberosus). Sie wächst gerne an Wegrändern und mag eher basischen Boden.

Neu für uns war auch der Aufrechte Ziest (Stachys recta), der eine eher wärmeliebende Art ist und in Deutschland nur im Süden vorkommt. Am Neusiedler See bzw. bei Österreich und Ungarn haben wir ihn öfter gefunden.

Ein richtig schöner Fund war die folgende Orchidee, das Sumpf-Knabenkraut (Anacamptis palustris) direkt im Schilffeld an einem Gewässer. Die Art ist sehr lückenhaft verbreitet und hat in Deutschland einen sehr schweren Stand (Rote Liste stark gefährdet). Schön, dass sie dort in der Gegend vorkommt!

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