Hält mal kurz seinen vorlauten Schnabel

Wenn man nur ein einziges Wort zur Verfügung hätte, um die Art zu beschreiben, wäre wohl “laut” angebracht, vielleicht auch “knarrzend”, denn wenn sie da sind, dominieren sie zumindest akustisch das Gebiet. Wir reden natürlich vom Drosselrohrsänger.

Es ist gar nicht so leicht, diese Krawallmacher mal einigermaßen frei für ein Foto zu erwischen. Wenn sie nicht gerade bei der Nahrungssuche sind, sind sie den lieben langen Tag während der Brutzeit damit beschäftigt aus dem Schilf heraus zu werben und Reviere zu markieren. Der Gesang ist dabei ein lautes Geknarrze und Geknarre mit einigen Quitschlauten und verläuft streng rhytmisch: “Krrt-Krrt-Krrrt – Kiet-Kiet-Kiet -Krrrrt-Krrrrt – Ijuu-Ijuu”

Im Volksmund nennt man ihn aufgrund der Lautäußerungen und in Abgrenzung zu seinem kleinen Verwandten, dem Teichrohrsänger, den Großen Karrekiet. Der Teichrohrsänger ist dann der Kleine Karrekiet. Aber auch vom Äußeren gibt es deutliche Unterschiede zu anderen Rohrsängern und das geht gleich bei der Größe los: Unsere Arten Rohrsänger sind um die 13-15cm lang, der Drosselrohrsänger 16-20cm! Daher auch das “Drossel” im Namen. Der lange und mächtige Schnabel sowie der breite Schwanz unterscheiden ihn auch auf Bildern gut von seiner kleinen Verwandtschaft.

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