Von Mitte-Ende Juli stammt die kleine Fotoreihe aus dem heutigen Beitrag. Zu sehen ist eine noch junge, frisch flügge Blaumeise, die auf der Nahrungssuche in arttypischer artistischer Manier kopfüber herumturnt.
Die Spannbreite der Anzahl von Eiern eines Geleges reicht bei der Blaumeise von 6 bis zu unglaublichen 16 Eiern, die in einer Jahresbrut ab April gelegt werden. Damit gehört die Blaumeise ökologisch zu den sogenannten r-Strategen (r=Reproduktionsrate): Arten, die sich durch eine hohe Reproduktionsleistung auszeichnen; im Gegensatz zu K-Strategen (Kapazität), die viel Aufwand in nur wenig Nachwuchs investieren. Die Nester werden natürlicherweise in Baumhöhlen angelegt, aber bekanntermaßen werden auch Ersatzbrutorte wie Nistkästen sehr gerne angenommen. Ansonsten findet man Nester auch in unglaublichen schmalen Mauernischen und -ritzen. Das Nest selbst ist ein Napf aus Moos, gepolstert mit Haaren und Federn.