Die Fotos sind heute bei idealen Vogelbeobachtungsbedingungen entstanden: eine nahende Kaltfront hat zu einer massiven Zugaktivität geführt, während einige andere aufgrund des Tageslichts sowie der zunehmenden Tageslänge schon in Balzstimmung waren und ihren Vollgesang haben hören lassen.
Nicht nur die Nase wird diesem weiblichen Grünspecht bei der Nahrungssuche kalt geworden sein In typischer Erdspecht-Manier, hat die Dame das Laub beiseite geworfen und die obersten Erdschichten aufgepickt, um nach darin verborgenen Insekten, meist Ameisen, zu suchen; verschmäht aber auch so manchen Regenwurm, Spinne oder Schnecke nicht. Diese erwischt der Grüne nicht nur mit der längsten Zunge der Spechte – 10cm kann sie aus dem Schnabel herausgestreckt werden – sondern auch durch die verhornten Spitzen selbiger, die als eine Art Widerhaken fungieren und die Beute festhalten.
Die Art zeigt schon seit längerem einen deutlich positiven Bestandstrend, aktuell wird mit einem Brutbestand von 69.000-125.000 Paaren in Deutschland gerechnet.