Ungestört von einem Beobachtungsturm aus hat sich ein brütender Kiebitz an einer der vielen Lacken im Umfeld des Neusiedler Sees inklusive 3 Eier und bei der Paarung gezeigt (siehe Fotos). Das Gelege besteht meist aus 3-4 Eiern, welche in eine Grasmulde im April gelegt werden.
Interessante und nachvollziehbare Verhaltensweisen zeigen sich zur Brutzeit: Wenn ein Teil des Brutpaares sich dem Nest nähert, so fliegt er dieses nicht direkt an, sondern landet in der Nähe und läuft erst nach einigen Schlenkern und Kurven darauf zu. So soll potenziellen Nesträubern der Standort verheimlicht werden. Interessant ist auch, dass dabei konsequent eine andere Route und Richtung zum Nest genommen wird.
Genauso unerschrocken wie bei den Balzflügen, gehen Kiebitze während der Brut auch gegen artfremde Eindringliche und potentielle Nestprädatoren wie bspw. Rohrweihen vor. Da sie in passenden Habitaten oft in größerer Dichte koloniegleich brüten, ist für einen potenziellen Nesträuber ein aufsteigender Kiebitztrupp oftmals das sichere Zeichen einer drohenden Kopfnuss.