Da stehen oder wahlweise laufen sie auch, durchgeknallte Leute – solche wie wir – an kalten Wintertagen an Seeufern und Durchmustern stundenlang Gänsetrupps. Besondere Aufregung macht sich breit, wenn diese Abfliegen und eventuell sogar in Beobachterrichtung fliegen. An dem Tag haben wir im Gebiet neben anderen Vögeln ca. 1.000 Blässgänse, 1.400 Tundrasaatgänse und 60 Graugänse aufmerksam durchgesehen. Der Lohn der Mühe wird im Foto gezeigt.
Die beiden Gänse, die etwas separat unten fliegen, zeigen einen etwas kürzeren Schnabel, aber noch wichtiger: Die Schnabelbinde ist nicht gelb-orange, sondern rosa! Ebenso wie die Beine, was man je nach Schattenwurf und Haltung im Gefieder im Flug aber nicht immer deutlich sieht. Das sind Kurzschnabelgänse, die der Tundrasaatgans zum Verwechseln ähnlich sehen. Ganze 3 Individuen konnten wir zweifelsfrei unter den 1.400 Tundrasaatgänsen entdecken.
Die Brutgebiete der Kurzschnabelgans teilen sich auf 2 Populationen auf: eine brütet auf Spitzbergen, die andere in Östgrönland und Zentralisland.