Nachtfalterkartierung vom 17.04.26

Heute gibt es mal wieder einen kurzen Überblick in unsere letzte Leucht- und Ködernacht bzw. deren Ergebnisse. Wir waren am Rand eines NABU-Schutzgebietes, welches ich betreue und was in einem NSG in Thüringen liegt. Teile befinden sich noch in eher schlechtem Zustand durch Waldkiefern-Monokulturplantagen, Teile spiegeln aber bereits schön den FFH-Sollzustand bzw. auch die entsprechenden FFH-Lebensraumtypen wieder: Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald, Geißklee-Eichen-Felswald und an besonders lichten Stellen finden sich kleine Halbtrockenrasen in südexponierter xerothermer Lage sowie einige schöne Sträuchersäume.

Für Mitte April waren wir mit 46 Arten in 113 Individuen in 4h sehr gut bedient. Wir hatten dabei nicht nur Arten der Roten Liste wie den Moosgrünen Eulenspinner, Rötliche Kätzcheneule und den Eichen-Zahnspinner – sondern letzteren auch in unglaublicher Anzahl mit gleich 18 Individuen. Bei so einem massigen und großen Falter hat sich das auch lautstark bemerkbar gemacht, wenn dauernd einer ins Laub geklatscht ist oder einen fast umgeflogen hat

Viele hübsch anzusehende Arten wie Lindenschwärmer, Kieferneule, Schmalflügelige Erdeule oder Birken-Sichelflügler waren ebenso dabei wie einige interessante Micros: Caloptilia alchimiella ist nicht nur nett gezeichnet, sondern fällt (neben der echt geringen Größe) auch mit der für diese Unterfamilie (Gracillariinae) typischen Haltung auf: die langen Vorderbeine werden gerade nach unten gehalten, was an ein aufbäumendes Pferd o.ä. erinnert

Die Kommentare sind geschlossen.