Nachweihnachtliche Überraschung

Zwischen einigen Stockenten und einer Intersex-Stockente (dazu mehr im nächsten Beitrag), hat sich heute eine adulte, weibliche Spießente von ihrer besten Seite gezeigt. Eingerahmt von Thüringer Wald und Schiefergebirge mit wenig großen Wasserflächen, ist eine Spießente vor der Haustür schon eine Besonderheit hier.

Mit 15-25 Brutpaaren ist die Spießente kein typischer Deutscher Brutvogel, was hauptsächlich daran liegt, dass hier an die südwestliche Grenze ihres Brutareals liegt. Das Brutgebiet im Sommerhalbjahr erstreckt sich in einem weiten Band von Island über Kamtschatka und nach Nordamerika. Es muss zu früheren Zeiten, als noch nicht so viele Moore trocken gelegt wurden, auch hierzulande etwas größere Bestände gegeben haben. Was dagegen zugenommen hat, sind die Zug- und Rastbestände im Winterhalbjahr der ziehenden europäischen Population: Bis zu 30.000 Individuen sind dann – hauptsächlich an den Küsten – zu beobachten. Der Großteil überwintert jedoch südlicher wie im Mittelmeerraum.

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