In voller Pracht

Meine letzten Fotos von den Gänsesägern waren recht früh im Winter und dort trugen sie noch ihr Schlichtkleid. Die heutigen Fotos habe ich im Januar gemacht und dort haben sie zur anstehenden Balz bereits in Prachtkleid gemausert. Hier die alten Bilder, auf denen auch die Männchen ein fast exaktes Gefieder wie die Weibchen trugen.


Auch bei den Weibchen hat sich etwas getan: Ihre „Frisur“ sieht nicht mehr ganz so aus, als hätten sie in eine Steckdose gegriffen
Übrigens: Gänsesäger sind nicht nur Höhlenbrüter, sondern brüten vor allem in Baumlöchern. Das würde man bei so großen Vögeln auf den ersten Blick sicher nicht vermuten.

Warum Amseln so kugelig sind

Heute lösen wir, etwas augenzwinkernd, das ornithologische Rätsel, warum Amseln eigentlich oftmals so eine kugelige Gestalt haben. Die Wahrheit ist: Wenn sie im Herbst/Winter oft in Trupps die Gegend nach Sträuchern mit Beeren absuchen, verleiben sie sich anschließend eine Beere nach der anderen ein, bis sie kullerrund sind – gut zu sehen auf dem letzten Foto


Auf dem drittletzten Foto sieht man schön, wie sie beim Fassen nach der Beere reflexhaft die Nickhaut schließt – eine zusätzliches, teils transparentes Lied, welches generell sehr viele Wirbeltiere und speziell alle Vögel haben.

Mausi im Flug & ein anderer im Feld

Heute wieder ein Vogel, den jeder kennt und den wir natürlich auch schon hier hatten: Der Mäusebussard. Auf den Fotos sind 2 verschiedene Individuen zu sehen, beide mit ähnlicher und recht häufiger Morphe.

Mäusebussarde sind ja recht ruffreudig, womit sie unter den Greifvögeln recht alleine sind. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum der Ruf des Mäusebussards zu den häufigsten Imitationen von Staren gehört. Zu ihrer Beute gehören vor allem kleine Säuger und natürlich die Futterbeschaffung ohne viel Aufwand – also Aas. Wie andere Greifvögel auch, können sie natürlich ihre Jagdstrategien ändern und den Bedingungen anpassen, aber die Jagd per „Ansitz“ gehört zur Standardverfahrensweise bei den Mäusebussarden. Sie sitzen dann auf einem Ansitz, also einem Pfahl, Straßenschild o.ä. und warten entweder darauf, dass ihnen die Beute entgegenkommt oder darauf, dass wir ihnen im Straßenverkehr frisches Aas liefern. Einerseits profitieren sie davon, andererseits sterben auch viele Bussarde durch den Straßen- oder Schienenverkehr, wenn sie sich das Aas greifen wollen. Glücklicherweise ist unser „Mausi“ im Bestand weder gefährdet, noch weist er einen negativen Trend auf.

Der König hinterm Zaun

Was soll man da noch sagen? Der Zaunkönig hat sich hinter dem Zaun versteckt, daher wohl der Name? . Das Entdecken ist bei den kleinen Hektikern gar nicht so einfach. Meist hört man sie im Gestrüpp, am Totholz an Uferböschungen oder in Bodennähe in Hecken und Sträuchern entweder rufen oder rascheln. Dann heißt es aufmerksam auf eine Bewegung zu achten – wenn man ihn dann gesehen hat, ist er meist schon wieder im Gestrüpp verschwunden. Aber manchmal klappt es dann doch mit einem Foto.