In Deutschland gilt er erst seit wenigen Jahren als seltener Brutvogel, in der Gegend um den Neusiedler See dagegen, kann man diese eher südeuropäische Art regelmäßig beobachten. Hierzulande zeigt der Stelzenläufer als Brutvogel eine steigende Tendenz, wenn auch auf niedrigem Niveau: So ging man im Zeitraum von 2011-2016 von 3-7 Brutpaaren aus, mit der Auswertung aus dem Zeitraum von 2017-2022 sind wir bei 12-25 Brutpaaren angelangt.
Die auffallend langen Stelzen-Beine, welche 60% der Körperhöhe ausmachen, ermöglichen der Art auch die watende Nahrungssuche in tieferem Seichtwasser, bei der Nahrung (primär Insekten, aber auch Krebschen, Amphibien, Fische) von der Oberfläche oder von Schlickflächen, gepickt wird.
Mit einer Flügelspannweite von 70cm und einer Körperlänge von 33-36cm ist der Stelzenläufer gar nicht einmal so groß, vor allem, wenn man bedenkt, dass allein 6cm davon vom Schnabel eingenommen werden. Beim gestreckten Körper im Flug, kann man noch 14-17cm durch die überragenden Beine dazurechnen.