1976 und 2022 hat er es zum Vogel des Jahres geschafft: Der Wiedehopf, auf dem Foto gleich zwei Individuen eines Paares. Federkleid, die aufstellbare große Haube und der Gesang – mit all seinen Merkmalen ist der Wiedehopf unverwechselbar. Sein 2- oder 3-teiliges „Hup“, was als Gesang dient, war auch Vorlage für den wissenschaftlichen Namen Upupa epops, aber auch einige Trivialnamen wie den niederländischen „Hop“, den englischen „Eurasian hoopoe“ oder den französischen „Huppe fasciée“.
Auch der Wiedehopf gilt als wärmeliebende Art und aufgrund des Klimawandels wird ihm vorweg bescheinigt, dass er wohl zu den Profiteuren zählt. Auch hier sollten ökologische Aspekte wie Habitatansprüche und der Nahrungserwerb nicht ignoriert werden. Mit einer Körperlänge von 26-28cm und einem Gewicht von 47-89g hat einen ordentlichen Kalorienbedarf, den er primär mit Großinsekten wie Maulwurfsgrillen, Feldgrillen, Engerlingen und großen Raupen stillt. Wärme hin oder her – solange in Deutschland wie aktuell erfolgreich gegen Brachflächen und Glyphosat mobil gemacht und immer mehr Flächen versiegelt werden, ist fraglich, ob er sich in so großer Zahl und flächiger Verbreitung wie hier beim Foto in Ungarn am Neusiedler See, ausbreiten kann.