Bereits 2024 wurde diese Rotbuche von einem Schwarzspecht-Paar zur erfolgreichen Brut genutzt, was angesichts des zugigen Eindrucks mit gleich 3 Höhleneingängen verwundert! Aber vielleicht kommt die Frischluftzufuhr auch an oder dass es damit gleich für mehrere Nestlinge einen Platz an der Sonne gibt Für gewöhnlich reichen die Höhlen des Schwarzspechts bis zu 40cm tief den Baum hinab.
Diese Saison hat es auch wieder geklappt und ich konnte die schon arttypisch rufenden und voll befiederten Schwarzspecht-Jugendlichen ablichten. Bereits im Jugendkleid lassen sich die Geschlechter nach dem selben Muster wie bei den Altvögel unterscheiden: Beim Männchen reicht die rote Kappe bis an die Stirn, beim Weibchen ist sie eher auf den Nackenbereich beschränkt (siehe Fotos).
Das Gelege besteht meist aus 3-5 (Extremwerte: 2-6) Eiern und bei einer Art, deren adulte Tiere 250-370g auf die Waage bringen, sind die Eier mit durchschnittlich 13g Gewicht außergewöhnlich klein.
Eine Besonderheit aller Spechtküken ist, dass diese kein Daunengefieder ausbilden, sondern nach einer Woche gleich die Schwung- und Schwanzfedern wachsen. Kompensiert wird dieser riskante Entwicklungsschritt durch den Schutz der Spechthöhle, einem besonders sorgsamen Hudern der Küken durch die Eltern sowie einer enormen Wachstumsgeschwindigkeit: Innerhalb von 5 Tagen können Spechte bereits ein 10-faches ihres Geburtsgewichts wiegen!