Tafelente

Die Tafelente hat ihr Brutgebiet erst in den letzten Jahrzehnten Richtung Westen ausgebreitet, ist als Brutvogel bei uns mit 2.300-3.100 Brutpaaren selten und zeigt seit längerem einen negativen Bestandstrend. Im Winter kann man sehr viele Durchzügler sehen, ein Teil davon überwintert auch hier; genau genommen bis zu 90.000 Individuen. Heute genießt die Art eine ganzjährige Schonzeit, wie der Name vermuten lässt (Essens-Tafel), war das nicht immer so und die Art wurde früher intensiv bejagt.

Die beiden Bilder zeigen den Geschlechtsdimorphismus der beiden jeweils hübschen Geschlechter: Erst der Erpel, dann die Ente:

Als Tauchente holt sich die Tafelente ihre aus kleinen Wassertierchen und sowie aus Pflanzen wie Sämereien, frischen Trieben und Wurzeln bestehende Nahrung meist Unterwasser. Dabei taucht sie bis zu 3,5m tief und bleibt auch mal 25s Unterwasser.

In der zuletzt doch sehr frostigen Zeit, in der viele Binnengewässer zugefroren waren, haben sich auf diesem offenen hier einige Wasservögel versammelt – so wie diese Tafelenten, die im Vergleich zu Stockenten mit einer Länge von 42-50cm, Spannweiten von 72-82cm und Gewichten von 700-1.100g etwas kleiner gebaut sind.

Der Grund, dass Tafelenten als Brutvögel hierzulande selten sind und leider auch weiterhin abnehmen, liegt sicher u.a. auch in den Lebensraum bzw. Brutgebietbedingungen begründet: So bevorzugt die Art größere offene Stillgewässer mit einer gut ausgebildeten, strukturreichen Ufervegetation. Zuviel Ordnung (Entfernung von Schilfzonen), Freizeitdruck, aber auch die internationale Bejagung setzen die Bestände unter Druck.

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