Das klingt etwas merkwürdig, aber dieser junge, frisch flügge Mäusebussard war im Juli noch etwas unbeholfen und hat es sich erst einmal auf einem Kompost- bzw. Grünschnitthaufen einer parkähnlichen Friedhofsanlage bequem gemacht – sogar eine kleine Ansitzwarte gab es
Dass der zukünftige Mäuseschreck aber auch schon ein anmutiger Flieger ist, hat er dann auch noch gezeigt – siehe letztes Foto.
Woran erkennt man nun junge Mäusebussarde, außer dass sie etwas plump auf einem Komposthaufen herumturnen und wenig Scheu zeigen? Zum einen ist die Iris von jungen Mäusebussarden noch sehr hell, diese dunkelt ab dem 2. KJ nach. Altvögel zeigen dagegen eine ganz dunkle Iris. Dann zeigen sich Details im Federkleid, die man so auch von anderen jungen Greifvögeln wie Habicht, Wanderfalke usw. kennt: die typische schmale Querbänderung des Bauchgefieders, ist bei diesjährigen Mäusebussarden noch längs und besteht auch weniger aus Bändern als vielmehr aus lang gezogenen Tropfen bzw. Stricheln. Im Flug zeigt sich ein komplett unverschlissenes Federkleid mit besonders spitzen Handschwingen. Auch die Subterminalbinde am Schwanz ist bei Jungvögeln gänzlich fehlend oder nur schwach ausgeprägt.
Tendenziell ist das Jugendfederkleid auch etwas heller als das adulte Federkleid, vor allem im Bereich von Brust und Bauch, wo sich im adulten Stadium dann später Querbänder zeigen. Das heißt im Umkehrschluss aber natürlich nicht, dass alle hellen Morphen Jungvögel sind – siehe Merkmale oben.