Es gibt wieder frische See-Fotos der letzten Tage, Hauptstar heute: Die Reiherente.
Es ist heutzutage in Deutschland ein normaler Anblick des Winters mitunter hunderte Reiherenten auf Binnengewässer zu beobachten sowie regelmäßig erfolgreich brütende Paare zu finden. Dabei ist das noch eine verhältnismäßig junge Entwicklung, da die Art überhaupt erst seit ungefähr 200 Jahren erstmalig hier brütete und als regelmäßiger Brutvogel seit ca. 100 Jahren in Erscheinung getreten ist. Ein sprunghafter Anstieg begann dabei in etwa ab den 1950ern. Ursprünglich waren sie Brutvögel des östlichen und nördlichen Europas und haben ihr Verbreitungsgebiet über die Jahre gen Westen und Südwesten erweitert.
Reiherenten sind nicht so anspruchsvoll wie bspw. die Knäk-, Löffel- oder Krickenten und profitieren von den vielen künstlich geschaffenen Seen in Deutschland – ob als Bergbaufolgelandschaft, Angelgewässer oder Stauseen. Des weiteren spielen sicher auch die Zunahme milderer Winter als auch die Nährstoffeinträge in die Gewässer eine Rolle. Immerhin: Die Reiherente spielt eine wichtige und positive Rolle bei der Bekämpfung der eingeschleppten Dreikant- und Quagga-Muscheln, da sie diese gerne fressen.