Huuuiii, guck wie ich fliege!

Die Ringeltaube ist die größte Taube Mitteleuropas und mit 2,9-3,5 Millionen Brutpaaren einer unserer häufigsten Brutvögel (Platz 9) mit weiterhin zunehmenden Bestandszahlen. Diesen Erfolg hat sie ihrer Anpassungsfähigkeit zu verdanken, da sie ähnlich wie die Amsel den Weg vom reinen Waldvogel zum Kulturfolger gegangen ist. Dieser Trend wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts beobachtet.

So bewohnt sie heutzutage nicht nur Wälder, sondern auch Parks, Siedlungen und Feldgehölze und macht sich dabei durch ihre bekannten “Hu-HuuuHu HuHu”-Rufe immerzu bemerkbar.

NaturaFoto auf Social Media

Hier auf meiner Homepageverpasst ihr keine Beiträge und weder ihr noch ich, sind auf dem Gutdünken amerikanischer Großkonzerne angewiesen – Nichtsdestotrotz spielt Social Media heutzutage eine große Rolle und wird oft aus Bequemlichkeit lieber genutzt als klassische Webseiten. Von daher möchte ich darauf hinweisen, wo NaturaFoto noch zu finden ist. Wer will, kann gerne folgen, liken oder lieber hier auf der Homepage vorbeischauen

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Neu auch auf Instagram

Kleinere Auswahl meiner Fotos in der Fotocommunity

Viel Spaß beim Anschauen, Lesen und Danke an alle, die sich für meine Beiträge und Fotos interessieren!

Aus PixelÄsthetik wird NaturaFoto

Ihr habt es ja auch bemerkt: Seit geraumer Zeit dreht sich hier fotografisch alles nur noch um Natur samt dazugehörigen Textbeiträgen.

Als ich angefangen habe die Fotografie als ernsthaftes Hobby zu betreiben, habe ich so ziemlich alle Bereich einmal probiert und viele auch – bis heute eigentlich – gerne gemacht. Aber nichts hat mich so in den Bann gezogen wie die wildlife-Fotografie. Dazu kommt, dass ich alleine oder mit meiner Partnerin sehr oft zum Artenkartieren unterwegs bin und auch das Thema Naturschutz eine große Rolle eingenommen hat.

Kurz gesagt “PixelÄsthetik” passt schon seit einiger Zeit nicht mehr zu dieser Art von Fotografie und Beiträgen. Nach einem schweißtreibenden virtuellen Umzug auf diese neue Domain hier https://naturafoto.de/ werde ich meine Fotobeiträge nun auch unter diesem Namen veröffentlichen: NaturaFoto

Falls ihr PixelÄsthetik.de als Lesezeichen abgespeichert habt, dann könnt ihr das nun bei naturafoto.de tun – Natürlich nur, wenn ihr wollt

Die alte Domain bleibt noch eine Weile als Weiterleitung aktiv.

Natura ist nicht nur vom lateinischen übersetzt die Natur, sondern ist auch durch die Natura2000-Schutzgebiete ein Begriff für Naturschutz. Ansonsten geht es weiter wie ihr das seit einiger Zeit ja eh gewohnt seid

Danke fürs Vorbeischauen, Liken und Kommentieren! Schaut auch gerne öfter mal vorbei, i h habe die Homepage vom Design her angepasst und da wird auch zukünftig noch etwas mehr Ordnung und Inhalt gebracht

Junges Robin im Wald

Im Juni konnten wir im Wald dieses junge Rotkehlchen erwischen. Das juvenile Gefieder zeichnet sich durch die markante gelblich-beige Fleckung aus, während sich das namensgebende rote Kehlchen (eigentlich ja orange) erst später ausbildet.

Einen typischen Standort für ein Rotkehlchen-Nest gibt es gar nicht, oft sind sie in Bodennähe gebaut – Da und bis zur Strauchschicht hält sich das Rotkehlchen ja auch meistens auf. Das Nest aus Moos, Halmen wird inne mit weichem Material gepolstert und an Orten wie Löchern, Vertiefungen, Grasbüscheln, unter Wurzeln, in Mauernischen, Baumlöchern, an Kletterpflanzen usw angelegt.

Meist finden 2 Bruten bei einer Gelegegröße von 4-6 Eiern statt.

Die Buntspechtjugend macht den Wald unsicher

Bei dieser Tour durch einen Wald Mitte Juni waren wir genau zu der Zeit unterwegs als viele Buntspechte flügge und so langsam selbstständig geworden sind – naja besser gesagt: selbstständig werden mussten. Bei dem vielen Rufen, die sie von sich gegeben haben, hätten sie sicher gerne noch den elterlichen Essens-Lieferservice in Anspruch genommen

Junge Buntspechte beider Geschlechter zeigen stets eine rote Kappe, die bis zur Stirn reicht und erinnern damit ein klein wenig an den Mittelspecht. Aber auch bei den jungen Spechten kann man bereits die spätere schwarze Kappe erkennen, da der Rotanteil immer auch von Schwarz eingerahmt ist, was beim Mittelspecht nicht der Fall ist.

Auch der typische Bartstreif, der bei adulten Buntspechten zur Kappe hin stets geschlossen ist, kann bei jungen Individuen ein wenig offen sein. Mitunter ist auch die typischerweise reinweiße Brust des Buntspechts bei juvenilen etwas gestreift.
Wenn nun diese mitunter variablen Merkmale allesamt bei einem Individuum vorkommen, kommt es bei nicht so erfahrenen Betrachtern oft zur Verwechslung mit dem selteneren Mittelspecht. Also Augen auf im Wald!

Die Fotos zeigen 2 verschiedene junge Individuen sowie ein adultes Männchen.

Besuch von der Hausmutter

Was klingt wie ein lustiger Satz, ist tatsächlich kein Witz: Die Hausmutter (Noctua pronuba) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Der Name kommt daher, da die Hausmutter nachts gerne in Häuser fliegt, um dort tagsüber zu schlafen.
Zu mir kam der Besucher als ich am frühesten Morgen vor der Arbeit im Bad bei angekipptem Fenster das Licht an hatte – Zeit für ein kleines Fotoshooting musste dann trotzdem sein

Mit so einem netten Besuch fängt der Tag jedenfalls gut an

Bilder aus dem Thüringer Wald

Nach den letzten ausführlicheren Einzelbeiträgen von einer langen Runde durch den Thüringer Wald (Sommergoldhähnchen, Waldbaumläufer, Heckenbraunelle), gibt es heute noch einen Ausschnitt weiterer Arten zu sehen.

Foto 1: Klar, der Eichelhäher darf im Wald natürlich nicht fehlen. Während er sich in Parks gerne auch mal aus der Nähe fotografieren lässt, bleibt er im Wald aufmerksam und scheu. Allerdings nicht ganz so scheu und geisterhaft wie die dort vorkommenden Tannenhäher, die sich hauptsächlich durch ihre markanten Rufe verraten haben.

Foto 2: Der Knusper-Mann, oder mal im Ernst: Das Erlenzeisig-Männchen. Erlenzeisige gelten als typische Wintervögel und Wintergäste, oft vergessen wird aber, dass sie auch heimische Brutvögel sind! In einem ausführlichen Übersichtsbeitrag von 2014 wird auch in “Der Erlenzeisig Carduelis spinus (Linnaeus) als Brutvogel in Thüringen” (Eberhard Mey) darauf hingewiesen, dass dies mitunter an mangelnden Daten/Interesse liegt, es aber durchaus viele Beobachtungs-Nachweise gibt. Wir haben am 30. April einen kompletten TK25-Quadranten kartiert und konnten bei konservativer Zählweise mind. 33 Individuen ausmachen, viele Männchen waren eindeutig bei der Balz (schmetterlingsartiger Singflug). Dazu passt, dass der Thüringer Wald zum bevorzugten Habitat passt, welches von einer fichtenbesetzten Mittelgebirgsregionen gebildet wird. Die besonders hohe Individuenzahl sowie -aktivität dürfte auf das (Fichten)Mastjahr 2022/23 zurückzuführen sein. Nach aktuellen DDA-Daten geht man in Deutschland von 21.000-51.000 (Brut)revieren aus.

Fotos 3&4: Eine Art der Gämswurz-Gattung (Doronicum). Diese Gebirgspflanze war eine Überraschung, es handelt sich vielleicht eine verwilderte Gartenpflanzen.

Foto 5: Eine auffällige kleine Biene ganz in schwarz-weiß: Die Graue Sandbiene

Foto 6: Eine weibliche Mönchsgrasmücke, die sich ein wenig hinter den Trieben versteckt hat. Die Geschlechter kann man wunderbar an der Kappe unterscheiden: Die Männchen haben eine schwarze, die Weibchen eine rotbraune. Beide sehen sehr hübsch aus

Foto 7: Der Wald-Mistkäfer. Eine tolle und blau schillernde Käferart, von denen wir einige dort hatten. Der Frühlings-Mistkäfer sieht ähnlich aus, mag aber eher offenes Gelände und hat keine Längsfurchen auf den Flügeldecken.

Foto 8: Das Wechselblättrige Milzkraut, was mit seinen Gelb-Grün-Tönen aufgefallen ist.

Immer nur kurz zu sehen: Die schöne Rotdrossel

Von all unseren heimischen Drosseln ist die Rotdrossel sicherlich die unbekannteste. Kein Wunder, sie ist bei uns nur in seltenen Ausnahmen ein Brutvogel und die allermeisten überwintern auch nicht hier, sondern ziehen weiter. Man kann sie daher meist nur während der Zugzeiten auf der Durchreise und Rast beobachten, wenn sie zu ihren Winterquartieren in Südeuropa und Nordafrika ziehen bzw. wieder in ihre Brutareale in Nordosteuropa zurückkehren. Die besten Beobachtungszeiten sind daher März und April sowie September bis November.

Immerhin sind sie dabei nicht vereinzelt, sondern in Trupps unterwegs, sodass sie einem gut auffallen, wenn man aufmerksam ist. Durch den Überaugenstreif und die rote Flanke sind sie unverwechselbar und auch im Ab- und Überflug gut zu erkennen: seitlich vom Schwanz sind Rotdrossel hell weiß und von den Flanken ausgehend sind auch die Unterflügeldecken schön rot.

Faszinierende Schwarzspechtbalz im März

Die Fotos vom Schwarzspecht entstanden letzten März an einem Waldrand mit viel altem Baumbestand. Hier waren gleich 3 Individuum im Ringen um Revier und Partner lautstark miteinander beschäftigt. Aufgrund ihres generell starken Revier-Verteidigungstriebs und ihres Einzelgängertums, ist die Spechtbalz immer ein wahres Schauspiel, umso mehr bei den imposanten Schwarzspechten! Daher bezeichnet man dieses gegenseitige Jagen von Männchen und Weibchen auch als Drohbalz. Das letzte Foto ist wegen der Entfernung und Dunkelheit nicht so schön geworden, zeigt aber wie sich Spechte am Baum gegenseitige belauern und jagen.

Schwarzspechte brüten oft in vorjährigen Höhlen – kein Wunder, sind ihre Bruthöhlen auch über Jahre besonders beständig. Das liegt zum Teil auch an dem cleveren Design der Höhle: Schwarzspechte pflegen ihre Höhlen nicht nur, in dem sie regelmäßig den Wundrand des Baumes entfernen und sie nicht zuwächst, sondern sie bauen oben eine Tropfkante und unten einen Wasserablauf an, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern.

Schwarzspechte denken und planen auch langfristig. Sie können nicht nur mithilfe der Klopf-Resonanz erkennen, welche Bäume von innen faulen und sich für Höhlen eignen würden, sondern bereiten diese Bäume über Jahre und teilweise Generationen vor. Dazu hacken sie sogenannte Initialhöhlen in den Splint: Die intakte und harte Hülle um den faulenden Kern. Denn dort ist das Holz bevorzugter Bäume – Buchen – auch für den Schwarzspecht noch zu hart bzw. zu aufwendig herauszuschlagen. Durch diese kleinen Löcher dringen Feuchtigkeit und Pilze ein und machen das Holz weicher. Nach einigen Jahren und Nachbesserungen, entsteht irgendwann eine richtige Höhle daraus. Das Prozedere kann sich bis zu 5 Jahre hinziehen! Zudem bauen sie sich auch Schlafhöhlen, die nicht der Brut, sondern zum Nächtigen und als Schutz bei Unwetter dienen.