Unüberhörbar

Wenn sie anwesend sind und an dem Tag im FFH-Gebiet waren es um die 10, dann hört man sie auch: Baumpieper. Schaut man sich die Familie der Pieper an und die Art und Weise wie sie fliegen, verwundert es nicht, dass sie recht nah mit den Lerchen verwandt sind.

Der Baumpieper ist dem Wiesenpieper recht ähnlich, ist an den Flanken aber weniger stark gestrichelt und bewohnt andere Habitate. Weder richtiger Wald-, noch Feldvogel, bevorzugt der Baumpieper halboffene, strukturierte Landschaften mit Gehölzanteil. Das können wie hier im Gebiet weite Waldwiesen- und lichtungen oder Kahlschläge sein, aber auch Waldränder im Übergang zur Offenlandschaft wie bspw. Heiden.

Man könnte sagen, der Baumpieper piept sozusagen vom Baum, da er gerne von hohen Warten wie Baumspitzen aus singt bzw. steigt er von diesen auf und lässt sich – lerchenähnlich – beim Vollgesang wieder auf die Warte hinuntergleiten. Die Umschreibung des Gesangs als Piepen war eher dem Wortwitz geschuldet, in Wahrheit ist der Gesang eher ein Trillern, was recht effektvoll und kräftig nach hinten ausläuft. Der Baumpieper wird dabei im Gegensatz zum Wiesenpieper immer langsamer, was eine Bestimmung über den Gesang und das Flugverhalten sicherer und einfacher macht als die optische Bestimmung.

Adulter Mäusebussard in heller Morphe im Überflug

Zumindest was die Morphe, also das Erscheinungsbild anbelangt, kann man sagen, dass dieser Mäusebussard ein ganz schön heller ist Diese hellen Morphen sorgen regelmäßig für Verwirrungen bei Bestimmungen und so werden helle Mäusebussarde oft als Raufußbussarde fehlbestimmt, obwohl Raufußbussarde (u.a.) oft sogar viel dunkler sind als die hellen Morphen des Mäusebussards. Auch wird die Häufigkeit von Raufußbussarden im Winter oft massiv überschätzt; wenn man sich wirklich jeden Bussard in vielen verschiedenen Gebieten im Winterhalbjahr anschaut, liegt die Wahrscheinlichkeit darunter einen Raufußbussard zu entdecken irgendwo in der Größenordnung im Bereich zwischen 1:x00 – 1:x.000 (abhängig von Geographie, Einflug und den Bedingungen zur zweifelsfreien Bestimmung).

Alles zur Bestimmung zum seltenen Raufußbussard habe ich HIER niedergeschrieben.

Damit aber erst einmal zurück zum Mäusebussard, liebevoll auch “Mausi” oder früher oft “Mauser” genannt. Anfang März, als ich dieses Individuum fotografiert habe, findet auch die Balz statt. Reviere werden dabei, oft auch paarweise, durch ausdauerndes Rufen beim Kreisen verteidigt. Das Männchen zeigt zur Balzzeit die als Girlandenflug bezeichneten Balzflüge, bei der er sich aus der Höhe herabstürzen lässt, wieder hinaufsteigt und die Stürzflüge dabei oft immer steiler, tiefer und rasanter werden, um dem Weibchen seine Fitness zu präsentieren.

Der späte Vogel

Am 21.06.22 konnten wir bei einem Hof diese Nisthilfe für Turmfalke sehen und was für eine Überraschung: Es war nicht nur ein Brutpaar mit 3 Nestlingen zu sehen, sondern die Kleinen waren auch noch sehr junge Dunenjunge. Entweder hat dieses Brutpaar also einfach recht spät mit der Eiablage begonnen oder aber es handelte sich um ein Ersatzgelege einer gescheiterten Erstbrut. Durch die aufwendige Aufzucht der Jungen findet bei Turmfalken nur eine Jahresbrut statt. Falls diese jedoch in einem frühen Stadium scheitert, wird ein neuer Versuch gestartet. Diese Strategie verfolgen einige Vögeln, die im Normalfall nur eine Jahresbrut anlegen.

Die 3-6 Eier eines Geleges werden im Gegensatz zu den echten Greifvögeln (Accipitriformes) erst richtig bebrütet, wenn das Gelege vollständig ist. Das stellt sicher, dass alle Jungen einen ähnlichen Entwicklungsstand aufweisen. Das Ausbrüten dauert dabei 27-31 Tage und noch einmal solange dauert es (27-35 Tage), bis der Nachwuchs flügge wird, dann aber noch einen weiteren Monat von den Eltern abhängig ist und von diesen versorgt wird. Das nennt man dann die Bettelflugphase.

Wenn es wuselt – Welcher Baumläufer ist es?

Der kleine sowie flinke Klettermaxe nennt sich eigentlich Waldbaumläufer und ich konnte ihn im Dezember bei der Nahrungssuche fotografieren. Wenn sich auf die Rufe sensibilisiert hat, kann man beide Baumläuferarten recht häufig wahrnehmen; wenn man sie sehen will, muss man schon genau hinschauen.

Da die Unterscheidung anhand morphologischer Merkmale der beiden nah miteinander verwandten Baumläufer (Garten- und Waldbaumläufer) immer wieder für Probleme sorgt, habe ich im Folgenden 2 meiner Fotos aus dem Dezember zu einem Schaubild zusammengebastelt. Draußen im Feld sollte man auch von den auditiven Merkmalen, sprich den Lautäußerungen, als Bestimmungshilfe gebrauch machen.

Die “ziet-ziet-ziet”-Rufe – helle, reine Töne auf einer hohen Frequenz – gehören zum Gartenbaumläufer (GBL). Sie sind kräftiger vorgetragen und weniger säuselnd als bei den Goldhähnchen und dabei reiner sowie klarer als beim Waldbaumläufer (srrii-srrii). Der Gesang des GBL setzt sich auch aus diesen Elementen zusammen; sie werden dabei aber in variierendem Tempo und melodischer vorgetragen. Der WBL dagegen singt mit absinkenden Trillern.

Der Gartenwusel auf Nahrungssuche

Der wuselige Gartenbaumläufer, mit einem längeren Schnabel und einer weicheren Abstufung im Muster auf den Flügeln als der ähnliche Waldbaumläufer, war hier im Stadtpark gerade auf Nahrungssuche. Mit dem feinen, gebogenen Pinzettenschnabel sucht er unter der Borke von Bäumen nach Spinnen, Insekten sowie deren Eier oder Larven.

Im Gegensatz zum ebenfalls kletterfreudigen Kleiber, sind die Baumläufer quasi immer auf einer Einbahnstraße unterwegs: Sie klettern längere Strecken an Bäume stets aufwärts; oft spiralförmig um den Stamm herum. Bedingt durch die geringe Größe von 12,5cm, dem Tarngefieder und den eher unscheinbaren Rufen und Tönen, fallen sie nicht so auf wie andere Vögel.

Die “ziet-ziet-ziet”-Rufe sind dann auch meist das, was man zuerst von ihnen mitbekommt: helle, reine Töne auf einer hohen Frequenz. Sie sind kräftiger vorgetragen und weniger säuselnd als bei den Goldhähnchen und dabei reiner sowie klarer als beim Waldbaumläufer (srrii). Der Gesang setzt sich auch aus diesen Elementen zusammen; sie werden dabei aber in variierendem Tempo und melodischer vorgetragen.

Huuuiii, guck wie ich fliege!

Die Ringeltaube ist die größte Taube Mitteleuropas und mit 2,9-3,5 Millionen Brutpaaren einer unserer häufigsten Brutvögel (Platz 9) mit weiterhin zunehmenden Bestandszahlen. Diesen Erfolg hat sie ihrer Anpassungsfähigkeit zu verdanken, da sie ähnlich wie die Amsel den Weg vom reinen Waldvogel zum Kulturfolger gegangen ist. Dieser Trend wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts beobachtet.

So bewohnt sie heutzutage nicht nur Wälder, sondern auch Parks, Siedlungen und Feldgehölze und macht sich dabei durch ihre bekannten “Hu-HuuuHu HuHu”-Rufe immerzu bemerkbar.

NaturaFoto auf Social Media

Hier auf meiner Homepageverpasst ihr keine Beiträge und weder ihr noch ich, sind auf dem Gutdünken amerikanischer Großkonzerne angewiesen – Nichtsdestotrotz spielt Social Media heutzutage eine große Rolle und wird oft aus Bequemlichkeit lieber genutzt als klassische Webseiten. Von daher möchte ich darauf hinweisen, wo NaturaFoto noch zu finden ist. Wer will, kann gerne folgen, liken oder lieber hier auf der Homepage vorbeischauen

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Kleinere Auswahl meiner Fotos in der Fotocommunity

Viel Spaß beim Anschauen, Lesen und Danke an alle, die sich für meine Beiträge und Fotos interessieren!

Aus PixelÄsthetik wird NaturaFoto

Ihr habt es ja auch bemerkt: Seit geraumer Zeit dreht sich hier fotografisch alles nur noch um Natur samt dazugehörigen Textbeiträgen.

Als ich angefangen habe die Fotografie als ernsthaftes Hobby zu betreiben, habe ich so ziemlich alle Bereich einmal probiert und viele auch – bis heute eigentlich – gerne gemacht. Aber nichts hat mich so in den Bann gezogen wie die wildlife-Fotografie. Dazu kommt, dass ich alleine oder mit meiner Partnerin sehr oft zum Artenkartieren unterwegs bin und auch das Thema Naturschutz eine große Rolle eingenommen hat.

Kurz gesagt “PixelÄsthetik” passt schon seit einiger Zeit nicht mehr zu dieser Art von Fotografie und Beiträgen. Nach einem schweißtreibenden virtuellen Umzug auf diese neue Domain hier https://naturafoto.de/ werde ich meine Fotobeiträge nun auch unter diesem Namen veröffentlichen: NaturaFoto

Falls ihr PixelÄsthetik.de als Lesezeichen abgespeichert habt, dann könnt ihr das nun bei naturafoto.de tun – Natürlich nur, wenn ihr wollt

Die alte Domain bleibt noch eine Weile als Weiterleitung aktiv.

Natura ist nicht nur vom lateinischen übersetzt die Natur, sondern ist auch durch die Natura2000-Schutzgebiete ein Begriff für Naturschutz. Ansonsten geht es weiter wie ihr das seit einiger Zeit ja eh gewohnt seid

Danke fürs Vorbeischauen, Liken und Kommentieren! Schaut auch gerne öfter mal vorbei, i h habe die Homepage vom Design her angepasst und da wird auch zukünftig noch etwas mehr Ordnung und Inhalt gebracht

Junges Robin im Wald

Im Juni konnten wir im Wald dieses junge Rotkehlchen erwischen. Das juvenile Gefieder zeichnet sich durch die markante gelblich-beige Fleckung aus, während sich das namensgebende rote Kehlchen (eigentlich ja orange) erst später ausbildet.

Einen typischen Standort für ein Rotkehlchen-Nest gibt es gar nicht, oft sind sie in Bodennähe gebaut – Da und bis zur Strauchschicht hält sich das Rotkehlchen ja auch meistens auf. Das Nest aus Moos, Halmen wird inne mit weichem Material gepolstert und an Orten wie Löchern, Vertiefungen, Grasbüscheln, unter Wurzeln, in Mauernischen, Baumlöchern, an Kletterpflanzen usw angelegt.

Meist finden 2 Bruten bei einer Gelegegröße von 4-6 Eiern statt.